Apr 2020

Trinkwasser fließt trotz Corona – Krise weiter

Aufgrund des sich ausbreitenden Coronavirus muss sich kein Bürger Sorgen wegen seines Trinkwassers aus der Leitung machen. Die Trinkwasserversorgung ist relativ sicher, weil vieles automatisch abläuft. Das funktioniert sonst auch am Wochenende ganz problemlos, wenn lediglich ein Bereitschaftsdienst arbeitet. Natürlich muss man das überwachen. Trinkwasser der örtlichen Wasserversorger ist in Deutschland das am besten kontrollierteste Lebensmittel. Experten des Umweltbundesamtes stellten fest, dass die Qualität des Trinkwassers als sehr gut gilt und sehr gut gegen alle Viren, einschließlich Coronaviren, geschützt ist. Der Genuss des heimischen Trinkwassers ist generell zu empfehlen.

Ist eine Übertragung des Coronavirus über das Abwasser möglich? Auch dies ist nach derzeitigem Stand des Wissens sehr unwahrscheinlich, informiert die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Ebenso ist die Reinigung der Abwässer im Verbandsgebiet des TAV sichergestellt. Aktuell gibt es hierbei keine Einschränkungen, der Betrieb der Anlagen im Verbandsgebiet ist rund um die Uhr gewährleistet.

Dennoch hat der TAV Börde einen Notfallplan aktiviert, wird die Arbeitsabläufe stetig kontrollieren sowie bei Havarien eingreifen. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus hat der TAV sich allerdings entschlossen, den Kundenservice im Verwaltungsgebäude vorübergehend zu schließen, um physischen Kontakt zwischen den Menschen zu vermeiden. Telefonisch und per E-Mail ist der Kundenservice unverändert erreichbar.

Aber auch Verbraucher können der kommunalen Wasserwirtschaft helfen, indem Sie ein paar Hinweise beachten. Was eigentlich immer gilt, gilt aktuell umso mehr: Die Toilette ist kein Mülleimer! Gerade in der aktuellen Situation weist der TAV darauf hin, dass Küchenpapier, Taschen-, Abschmink- und desinfizierende Hygienetücher sowie feuchtes Toilettenpapier und Vliestücher zum Einmalgebrauch nicht in der Toilette entsorgt werden dürfen. Warum? Feuchttücher sind beispielsweise reißfest, weshalb sie sich im Wasser nicht zersetzen. Das führt zu technischen Problemen bei den Abwasseranlagen, den sogenannten Verzopfungen. Im Schlimmstenfall legen sie Pumpen lahm und das Entfernen ist nur mit erheblichem Aufwand möglich. Auch Verstopfungen in Hausanschluss, Hebewerk oder Kanal können entstehen.

Geben Sie die Abfälle am besten in eine Mülltüte und werfen Sie sie zugeknotet in die Restmülltonne. Helfen Sie mit, indem Sie keine Hamsterkäufe von Toilettenpapier tätigen und somit keiner auf Alternativen zurückgreifen muß.

Der TAV Börde hat alle notwendigen Maßnahmen getroffen um die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser in bester Qualität sowie die Reinigung der Abwässer zu sichern – auch in Zeiten der Corona Epidemie.